Bruneck in Südtirol

Die Stadtgemeinde Bruneck, italienisch Brunico, liegt im Herzen des Pustertales
und wird gerne als der Mittelpunkt eines Wanderparadieses bezeichnet.
Der Ort, 1256 n.Chr. erstmals urkundlich erwähnt, ist die fünftgrößte Stadt Südtirols.
Seine 15.500 Einwohner sind überwiegend deutsch (83%) und 15 % italienisch. Der
Rest ladinisch. Bruneck liegt an der Mündung der Ahr in die Rienz.
Gegründet wurde die Siedlung durch den Brixner Fürstbischof Bruno von Kirchberg,
auf dessen Name, so wird allgemein angenommen, der Ort zurückzuführen ist.
Das Wahrzeichen der Stadt „Schloss Bruneck“ entstand in seiner Zeit. Die kleine, aber
gut befestigte Burg, sollte nach dem Tode von Kaiser Friedrich II, nach welchem die
mächtigen Territorialfürsten die Gebiete der Kirche einzunehmen trachteten, den
erhofften Schutz gewähren, den der Verwaltungssitz von Bischof Bruno in Auhofen
nicht bot. In der Folgezeit wurden von weiteren Bischöfen Stadtmauer, Stadtring und
Stadtgraben (bis 1336) vollendet um so die kleine Siedlung gegen feindliche Übergriffe
abzuschirmen.
Da die Stadt zuerst nur aus zwei Häuserreihen bestand, wurden nach diesen Befestigungen
weitere Häuserreihen gebaut die zur Kleinen Frauenkirche führten. Heute ist es die
Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt. Die erste Kirche innerhalb der Stadtmauern wurde vom
Brunecker Bürger Niklas Stuck erbaut. Zur damaligen Zeit nur eine kleine Kapelle, ist es
heute die Rainkirche.
Ein reger Handel entwickelte sich im 14. und 15. Jahrhundert von Augsburg nach Venedig.
Da er durch das Pustertal führte, lagerten in Bruneck auf dem Ballplatz große Teile der
gehandelten Ware und führte so im Laufe der Zeit zum Wohlstand der Gemeinde.
Im Jahre 1500 wurde das Pustertal aufgrund eines Erbvertrages zwischen dem Hause
Habsburg und den Grafen von Görz-Tirol, wieder mit dem Land Tirol vereint- Bruneck
blieb weiter bischöflicher Sitz. Im Jahre 1626 kam der Orden der Kapuziner nach Bruneck.
Sie erbauten ein Kloster, das „Spitalangerle“, das heute noch existiert.
Ein denkwürdiger Tag im Jahre des Herrn 1723, der 11. April, da kam es zu einem schweren
Brand in der Straße Oberragen und vernichtete durch einen aufkommenden starken Wind
aus dem Osten, den Großteil der Stadt.
Der Klerus hatte wie überall im Mittelalter das Sagen. So errichteten 1741 die vom Orden
der Ursulinen ein weiteres Kloster. Die Stadtpfarrkirche in Oberragen wurde 1850 jedoch
nach den Plänen der k.und k. Baudirektion in Wien, im neuromanischem Stil errichtet.
Sie ersetzte mit reichlicher Verspätung das 1723 beim Brand stark beschädigte Gotteshaus.

Für Naturfreunde ist das Pustertal in Richtung Dolomiten ein Ausflugsziel nicht nur zu den
„Drei Zinnen“. Wanderer, aber auch Kletterer, die die schroffen Spitzen der Sextner Dolomiten
zum Ziele haben, besuchen nur zu gerne den Pragser Wildsee sowie den Antholzer See. Es
ist eine einmalige Naturlandschaft die durch duftende Almwiesen führt und die Ausflügler
im Familienbund durchwandern.
Sehenswürdigkeiten welche die Historie von Bruneck unterstreichen sind die Ursulinenkirche,
die Rainkirche, die Geistkirche erbaut in der Mitte des 14. Jh. im barocken Stil, das Stadtmuseum
die Stadtgasse – hat mittelalterlichen Charakter und 4 Stadttore mit interessanten Fresken.
Das Floriani-Tor und die Mariensäule in der Oberstadt und vieles mehr.

Ein Blick in das Mittelalter beim Aufenthalt in der Perle des Pustertales.